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Neue Musik auf alten Instrumenten
Die Hanottere (Emmentaler Halszither) ist ein lautenähnliches, flaches Zupfinstrument.. Sie lässt sich, ebenso wie der Dudelsack und die Drehleier, deren Saiten von einem sich drehenden Rad gestrichen werden, bis ins Mittelalter zurück verfolgen. Auch das Häxeschiit, die längsrechteckige, mit Saiten bespannte Scheitholz-Zither, war schon vor mehr als fünfhundert Jahren bekannt. Noch heute wird sie in Norwegen (Langeleik), Schweden (Humel), Island (Langspill) und in Frankreich (épinette des vosges) als volkstümliches Begleitinstrument gespielt.
Der Dudelsack diente als Blasinstrument der fahrenden Musiker, Hirten und Soldaten, die Drehleier als Lockvogel der Dirnen. Beide Volksmusikinstrumente wurden während der Pastoralbewegung (18. Jahrhundert) in den Händen vornehmer Damen salonfähig. Heute gilt der Dudelsack als Nationalinstrument der Schotten. .

Die Halszither, die unter den Namen Cister, cittern, cistre, cetera als Kunstmusikinstrument im Renaissanceorchester in ganz Europa verbreitet war, wurde nach und nach zum bürgerlichen Hausmusik- und nach 1800 zum Volksmusikinstrument, das auf Korsika, im Thüringer Wald, in Irland und im st. gallischen Toggenburg noch immer gebaut und gespielt wird.

Während der Folkbewegung der 1970er Jahre wurden all diese auch in der Schweiz bekannten, aber in Vergessenheit geratenen Musikinstrumente neu entdeckt, nachgebaut und wieder gespielt. Das aus allerlei Handschriften rekonstruierte Repertoire der Spielleute und Folkies war zwar schön, wirkte aber manchmal artifiziell und konnte nicht überleben. Die Folkmusik wurde schon nach kurzer Zeit durch Ethnorock und experimentelle Volksmusik abgelöst.

Hiesix hat erkannt, dass sich ältere und der Tradition nachempfundene neue Volksmusik auf den Instrumenten der Spielleute durchaus mit groove interpretieren lässt.
Wir meinen, mit dem Titel Hiesix (Hiesiges) sei es den fünf Musikern gelungen, auf alten Schweizer Musikinstrumenten, neue, heutige Volksmusik zu machen.
Brigitte Bachmann-Geiser


Die traditionellen Tänzli wurden in direkter Überlieferung von Prediger Sepp (Joseph Imhof), z’Jake Toni (Anton Betschart) und Märcu Hafner an Susanne und Thomas weitergegeben. Die Lieder stammen hauptsächlich aus Urs Hostettlers Buch „Anderi Lieder“ (Zytgloggeverlag) Urs hat uns alle mit seinen Liedern und seiner Liedersammlung durch unser Leben begleitet. Iris hat seine Lieder schon als Kind gesungen. Wir danken Dir dafür!
Alles über Sackpfeifen in der Schweiz: Urs Klauser, Bühler AR, tritonus.ch

 

















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